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Herzinfarkt

 Niemals zögern - Notruf wählen

 

Herzinfarkt bedeutet Lebensgefahr. Alarmieren Sie bei Verdacht auf Herzinfarkt sofort den Rettungsdienst mit Notarzt (112). Der Infarkt kann lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen auslösen und führt zum Untergang von Herzgewebe.

Jeder dritte Mensch mit einem Herzinfarkt stirbt, bevor er die rettende Klinik erreicht. Deshalb muss sofort reagiert werden!

 

Die schnelle Behandlung in der Klinik bewahrt das Herz vor schweren Schäden. Vorausgesetzt:  Betroffene oder Angehörige alarmieren umgehend den Rettungsdienst.

 

Keine Scheu vor Fehlalarm!

Niemand ruft gern den Rettungsdienst. Deshalb warten viele Menschen erst einmal ab, ob die Beschwerden wieder von allein verschwinden. Doch genau das ist beim Verdacht auf Herzinfarkt falsch. Warten hat in dieser lebensgefährlichen Situation nichts zu suchen! Bei Verdacht auf Herzinfarkt gibt es nur eins:

Sofort den Rettungswagen rufen!

Wählen Sie 112 !!

Wenn Sie die 112 oder die örtliche Notrufnummer anrufen, äußern Sie sofort den Verdacht auf Herzinfarkt, dann wird Ihnen umgehend ein Rettungswagen geschickt. Dieser ist mit einem Defibrillator ausgestattet, mit dem die lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen (Kammerflimmern) beendet werden können. Sagen Sie Ihren Namen, Ihre Adresse und hinterlassen Sie Ihre Telefonnummer für Rückfragen.

Auszug aus einem Flyer der Deutschen Herzstiftung

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Körperliches Training - Teil der Therapie

Bewegung verringert allgemein das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Doch auch wer schon herzkrank ist, profitiert von mehr körperlicher

Aktivität, vorausgesetzt, seine Erkrankung ist durch die Behandlung

unter Kontrolle.

Vorrangiges Ziel aller speziell für Patienten mit KHK entwickelter

Trainingsprogramme ist es, den Verlauf der Erkrankung günstig zu

beeinflussen. Die KHK soll sich nicht verschlimmern, Herzinfarkte

und plötzlicher Herztod sowie eine fortschreitende Herzmuskelschwäche

sollen verhindert werden.

Für jeden Betroffenen ebenso wichtig sind die Effekte der körperlichen

Aktivität auf den Alltag: Wenn sich die Belastbarkeit verbessert, treten

beim Einkaufen, beim Treppensteigen, bei der Haus- und Gartenarbeit

keine Beschwerden mehr auf. Herz und Lunge versorgen den Körper

 wieder besser mit Sauerstoff, die Muskeln werden gestärkt und der

Stoffwechsel wird in Schwung gebracht. Dazu kommt: Wenn der Körper

gestärkt wird, geht es meist auch der Seele besser. Selbstbewusstsein,

Zuversicht und Lebensqualität steigen.

 

 Aus TK-Plus-Newsletter KHK

 

 

 

 

Hier einige Informationen zum Herzsport.

 

 Was ist eine Herzsportgruppe?

Die Herzsportgruppe ist eine Gruppe von Menschen mit chronischen Herz- Kreislauferkrankungen, die sich auf ärztliche Verordnung unter Betreuung und Überwachung einer Ärztin/ eines Arztes und einer/es qualifizierten und zertifizierten Übungsleiterin/s 1 oder 2x wöchentlich trifft, um Sport zu treiben.

Das Sportprogramm besteht aus abwechslungsreichen gymnastischen Übungen, Flexibilitätsschulungen, Kraft- und Koordinationsübungen. Ein angepasstes Ausdauertraining, Spiele und eine Entspannungsphase sind hierbei wichtige Bestandteile.

 

Wer kann oder sollte teilnehmen?

z.B. Menschen

- mit Erkrankungen der Herzkranzgefäße.

- nach einem Herzinfarkt.

- nach einer Bypassoperation.

- nach Ballondilatation und Stentimplantation.

- mit stabiler Angina Pectoris.

- mit Herzklappenfehlern.

- nach Herzklappenersatz.

- nach Schrittmacher- oder

- Defibrillator-Implantation.

- mit Bluthochdruck.

- mit Herzrhythmusstörungen.

- nach einer ausgeheilten Herzmuskelentzündung.

 

Ziele des Herzsports!

- Erfahrung der veränderten körperlichen Leistungsfähigkeit nach der Erkrankung.

- Vermittlung der persönlichen Belastungsmöglichkeit.

- Verbesserung der Ausdauer und Koordination.

- Entlastungs des Herzens durch Verbesserung der Beweglichkeit.

- Sensibilisierung für die eigene Erkrankung und deren Ursachen.

- Kommunikation mit anderebn Betroffenen.

- Aktive Krankheitsbewältigung in der Gruppe und durch die Gruppe.

- Erfolgserlebnisse und Lebensfreude durch den Sport.

 

Wie kann ich teilnehmen?

Voraussetzungen für die Teilnahme sind,

- eine Verordnung des Haus- oder Facharztes (Internist oder Kardiologe).

- Kostenübernahme - Zusage der Krankenkasse oder Rentenversicherung

- oder private Kostenübernahme.

 

 Wir über uns.

Die Sparte "Herzsport" gibt es seit 30 Jahren im TuS Wengern.

Zurzeit sind wir vier Gruppen, die von drei Fachübungsleiterinnen und 9 Ärztinnen/Ärzten (im Wechsel) betreut werden.

 

Haben Sie Fragen, wir informieren Sie gerne.  Ansprechpartner, siehe "Kontakt".

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30 Jahre Herzsport

Im Jahr 1987 wurde die Herzsportgruppe von Frau Margit Kaiser, damals Leiterin der Turnabteilung, in Zusammenarbeit mit Herrn Dr. Bocksch gegründet, mit großer Unterstützung durch den Vorstand des TuS, die Stadtverwaltung, den Landessportbund, den Stadtverband f. Leibesübungen, den Kreissportbund und den Regierungspräsidenten.

Ein großes, finanzielles Problem war die Beschaffung der vorgeschriebenen Notfallausrüstung (Defibrillator, Notfallkoffer). Im Anfang stand ein Leihgerät des Krankenhauses Wetter zur Verfügung, bis Ende 1988 eine eigene Ausrüstung für ca. 16000 DM, dank einer großzügigen Spende der Stadtsparkasse Wetter, angeschafft werden konnte.

Am 03.12.1987 fand die erste Übungsstunde in dem Gymnastikraum der Turnhalle am See mit 13 Teilnehmern statt. Die ärztliche Betreuung teilten sich 8 Ärzte aus dem Raum Wetter. Wegen der steigenden Teilnehmerzahl wurde, nach den Sommerferien 1988, der Umzug in die Turnhalle der Bergschule notwendig.

Aber auch hier wurde es mit der Zeit zu eng und so wurde, Anfang 1995, ein erneuter Umzug zur Sporthalle am See erforderlich, aber jetzt in die große Turnhalle.

Nachdem, ab Januar 1995, mit Kirsten Motyka uns eine zweite Übungsleiterin zu Verfügung stand, konnte die mittlerweile sehr große Gruppe ab Sept. 1996 aufgeteilt werden, da uns die Stadt zu diesem Zeitpunkt auch den Gymnastikraum zur Benutzung überließ.

Ende 1998 kam mit Brigitte Bouecke eine 3. ÜL zur Herzsportgruppe.

So konnte Anfang 1999 eine 3. Gruppe, geleitet von Kirsten, in der Mehrzweckhalle in Wengern den Sportbetrieb aufnehmen. Die ärztliche Betreuung lag in den Händen von Dr.Köhler.

Natürlich war dort eine weitere Notfallausrüstung erforderlich, die dann, dank der Zuschüsse aus Arnsberg, vom EN-Kreis, LSB und SfL und einem Eigenanteil, angeschafft wurde.

Nach einiger Zeit war die erlaubte Teilnehmerzahl (20 Turner) erreicht und so wurde, nachdem 2 Ärztinnen für die ärztliche Betreuung gewonnen werden konnten, die 4. Herzsportgruppe ins Leben gerufen.

Diese beiden Gruppen werden seit dem Wegzug von Kirsten (2003), von Kerstin Degener geleitet.

Ende 2007 legte Margit Kaiser, nach 20 Jahren, die Leitung der Herzsortgruppen nieder. Brigitte Bouecke übernahm die sportliche und Eckhard Bouecke die geschäftliche Leitung.

2008 stieß Eva Maria Barthel als ÜL zur Herzsportgruppe.

Unsere 75 Mitglieder werden von Herrn Dr. Koch als Gruppenarzt, Frau Dr. Hlinka,  Frau Schmitz, Frau Dr. Schwarz, Herrn Dr. Diensberg und Herrn Dr. Güz während der Sportstunden ärztlich betreut.

Die Herzsportgruppen möchten an dieser Stelle allen Ärztinnen, Ärzten, Übungsleiterinnen, Helfern und Sponsoren für ihren Einsatz in den vergangenen 30 Jahren danken und wünschen sich diese vorbildliche Teamarbeit auch für die nächsten Jahre.