Allgemeine Information und Chronik 


Der Bogensport:

Pfeil und Bogen sind, neben der Schleuder, die ältesten Schusswaffen der Menschheit und wurden im Kampf und auf der Jagd verwendet. Schon früh war die Bogenwaffe das bevorzugte Gerät. Im Verlauf der Geschichte bildeten sich gewisse Zentren heraus, in denen sich der Bogen einer großer Beliebtheit erfreute und der Umgang mit ihm besonders gepflegt wurde. Während es in Asien die Mongolen und die Türken waren, die in vergangenen Zeiten als "Bogenvölker" galten, waren es in unseren Breiten die frühgeschichtlichen Skyten und die mittelalterlichen Engländer. So waren es bei uns die Engländer, die bereits seit Jahrhunderten das Schießen mit dem Bogen auch als sportliche Disziplin betrieben und hierfür feste Regeln aufstellten.

In Deutschland war das Bogenschießen als Sport so gut wie unbekannt. Bei uns in Westfalen haben wir die  Bekanntschaft mit dieser neuen Sportart den Belgiern zu verdanken. Nach dem zweiten Weltkrieg waren unter anderen auch viele belgische Soldaten in unserer Nähe stationiert, die diesen Sport bei uns einführten.

 


Organisation:

Die Bogenschützen werden auf internationaler Basis von ihrem Verband namens WA (world archery), vormals FITA (Federation-International de Tir a Arc), betreut. Er ist zuständig für das Sportreglement, welches auch Bestandteil der Sportordnung des DSB (Deutschen Schützenbundes e.V.) ist. Unsere Bogenschützen gehören dem DSB an und sind entweder in selbstständigen Vereinen oder als Abteilung eines ortsansässigen Vereins zusammengefasst. Dies ist aus organisatorischen Gründen und aus Sicherheitsgründen unbedingt erforderlich. So bildeten auch die hiesigen Bogenschützen lange eine Abteilung des Schützenvereins Wengern-Trienendorf 1935 e.V. Nach dessen Auflösung gehört die Abteilung nun seit Mitte 2012 zum TUS-Wengern 1879 e.V.

 


Unser Verein, die "Bogenschützen Wengern" / TuS-Wengern 1979 e.V.

Zur Entstehung unseres Vereins schrieb unser Gründungsmitglied Helmut Roschewski folgende Chronik:

 

Wie es vor über 60 Jahren begann:

Bereits im Jahre 1957 setzten Manfred Bzyl und Helmut Roschewski den Grundstein für die spätere Bogenabteilung des SV Wengern-Trienendorf 1935 e. V.. Einige junge Männer, die sie von der Schulzeit her kannten, konnten sie für den Bogensport gewinnen. Um heute zu verstehen, warum es zur Gründung der Bogenabteilung kam, muss man die Jugendzeit von Manfred und Helmut revuepassieren lassen.

 

In ihrer Jugend schossen beide jeden Tag mit Pfeil und Bogen und sie konnten sich nicht damit abfinden, die Leidenschaft für das Bogenschießen irgendwann einmal aufgeben zu müssen. Bögen wurden aus Esche, Weide oder Schirmstangen selbst gefertigt. Die Pfeile wurden aus Traubenkirsche gebaut. Zur Befiederung mussten Hühner- oder Truthahnfedern herhalten. Jeden Tag traf man sich mit Schulkameraden zum Indianerspielen. Es wurden zwei Indianerstämme gebildet, die sich in unserem schönen Waldgebiet bekämpften. Da hin und wieder bei diesen, doch recht gefährlichen Spielen, Verletzungen auftraten, trug man Schneebrillen zum Schutz der Augen. Zwei Schulkameraden hätten um ein Haar ihr Augenlicht verloren. Man darf heute gar nicht darüber nachdenken… Dennoch, diese schöne Jugendzeit endete für diese Jungs viel zu früh. Mit fünfzehn war halt kein Indianerspielen mehr angesagt, aber das Bogenschießen betrieben sie weiter. Man traf sich auf den Ruhrwiesen und schoss dort auf Scheiben. Billige Langbögen wurden bei Sport-Brot für 17,00 DM gekauft und es wurde fleißig geübt. Ein Linoleum-Teppich, auf dem mit weißer Farbe Ringe aufgemalt wurden, diente als Scheibenauflage. Dieses primitive Ding wurde an einer ca. 70 Grad steilen Böschung befestigt und aus unterschiedlichen Entfernungen beschossen. Das Feuer brannte wieder und der Jugendtraum der beiden Gründer, weiterhin Bogen zu schießen, war noch nicht ausgeträumt.

 

Der Zufall:

Ein Zufall brachte sie auf die richtige Spur. In der Tageszeitung wurde ein großes Bogenturnier in der Stadt Soest angekündigt. Sofort stand fest: Das mussten sie sich anschauen. Da man kein Auto hatte, fuhr man mit dem Zug nach Soest -eine halbe Weltreise. Im Soester Stadion angekommen, staunte man nicht schlecht, wie 120 Bogenschützen auf Entfernungen von 120 m, 90 m, 70 m und 30 m zielsicher ihre Pfeile auf die Scheiben schossen. Es wurde noch mit Stahlbögen und auch schon mit den heute üblichen Recurvebögen geschossen. An diesem Tag stand für die beiden fest, dass sie so gute Bogenschützen werden wollten, um auch an solchen Turnieren teilnehmen zu können.

 

Die ersten Turnierbögen:

Da es Turnierbögen 1957 in deutschen Sportgeschäften nicht zu kaufen gab, wurden diese in der belgischen Kaserne in Soest erstanden. Ein Turnierbogen kostete 1957 ca. 400,00 DM. Helmut Roschewski konnte nur seinen Bruder Paul sowie Manfred Bzyl und dessen Schwager Heinz zum Kauf einer neuen Bogenausrüstung bewegen. Für alle anderen war eine Anschaffung dieser Art einfach zu teuer. Für die wertvollen Aluminiumpfeile brauchte man jetzt auch eine Strohscheibe. Ebenfalls eine teure Anschaffung, würde man sie irgendwo käuflich erwerben. Not macht aber bekanntlich erfinderisch…

 

Die erste Scheibe:

Der Bauer Hilringhaus konnte überredet werden, das nötige Roggenstroh und seine Scheune, zum Bau einer Scheibe, zur Verfügung zu stellen. Das Stroh wurde auf 30 cm Länge geschnitten und zu Bündeln zusammengebunden. Auf einer Packmaschine wurden die Bündel dann mit einem Stahlband auf einen Durchmesser von 1,2 m zusammengepresst. Drei Tage dauerte die Herstellung einer Scheibe. Der Bauer war nicht gerade begeistert, als er feststellte das wir über die Hälfte seines Strohvorrates für nur eine einzige Scheibe verbaut hatten.

 

Der erste Trainingsplatz:

Da sich nur der Fußballplatz am Brasberg als Schießplatz anbot, baute man für den Transport der Scheibe und des Ständers eine zweirädrige Karre. Schließlich musste diese, zu jedem Training, aus dem heimischen Keller auf den Schießplatz und auch wieder zurück gekarrt werden. Ein anstrengendes Unterfangen. Zu dieser Zeit war nur einmal pro Woche ein Training möglich. Diese schwierige Zeit wurde nur mit viel Idealismus und großer Leidenschaft überstanden.

 

Die Suche nach einem geeigneten Gelände:

Es wurde dringend nach einem geeigneten Gelände für das Bogenschießen gesucht. Ein Zufall kam wieder einmal zur Hilfe. Herr Hackert, der seine Pferde in der Ruhraue weiden ließ, stellte einen Teil seiner Wiesen als Trainingsgelände zur Verfügung. Der einzige Nachteil war, dass vor jedem Training seine Traberpferde auf eine andere Weide getrieben werden mussten. Nach kurzer Zeit konnten sich die Bogenschützen über einen anderen Teil seiner Wiesen freuen, auf dem sie sogar die Scheiben permanent stehen lassen konnten. Was für eine Erleichterung, optimales Training war jetzt möglich.

 

Der Beitritt in den Schützenverein Wengern-Trienendorf:

Erst nach dem Beitritt in den Schützenverein Wengern-Trienendorf e. V., im Jahre 1960, bekam die Existenz dieses vierköpfigen Bogenschützenkaders offiziellen Charakter. Am 7.10.1966 konnte der damalige Bogenplatz gepachtet werden.

 

Das Hallentraining:

Damit das Training auch zur Winterzeit, wenn das Wetter ein Schießen in der freien Natur nicht mehr zuließ, keine Unterbrechung erfuhr, musste nach anderen Möglichkeiten gesucht werden. Man fand solche: in einem Fabrikgebäude, in Wirtshaussälen, in Kegelbahnen, in einer Turnhalle und ab 1973, bis heute, in der Elbeschehalle in Wengern.

 

Die Mitglieder und ihre Erfolge:

Ende 1966 zählte die Bogenschützenabteilung bereits sieben aktive Mitglieder. Die Zahl verdoppelte sich bereits bis 1968. Bekannt wurden die Bogenschützen Wengern durch die Teilnahme an vielen Turnieren, auf denen mit Erfolg gezeigt werden konnte was man inzwischen gelernt hatte. Immerhin konnten zur westfälischen Landesmeisterschaft, die im Juni 1968 in Soest ausgetragen wurde, zwei Mannschaften der Schützenklasse, eine Jugendmannschaft sowie noch ein Schütze der Altersklasse, d. h. insgesamt elf Teilnehmer, geschickt werden. Erfolge zeigten sich in Form von zahlreichen Auszeichnungen, bei denen sich besonders die Jugend hervor tat. Zu diesen Jugendlichen gehörte Jürgen Barth, dem es gelang, nicht nur Erstpreise und den begehrten Fita-Stern zu erlangen, sondern auch dreimal in Folge den Titel des Deutschen Jugendmeisters zu erringen. Jürgen Barth war in Deutschland der erste Jugendliche, der über 1100 Ringe erzielte. Auf der Deutschen Meisterschaft in Hannover schoss Jürgen, auf 70 m, 20 Ringe mehr als die Schützen der Schützenklasse. Bei der Deutschen Meisterschaft in Bad Kissingen wurde Jürgen mit einem Ring Vorsprung Deutsche Meister. Bereits ein Jahr später sogar mit 100 Ringen Vorsprung. Jürgen Barth wurde in die deutsche Nationalmannschaft berufen und nahm an einigen Länderkämpfen teil. Sein Trainer Helmut Roschewski bezeichnete Jürgen Barth als ein außergewöhnliches Talent. Leider musste er seine Karriere beenden, bevor sie richtig angefangen hatte. Schule und Berufsausbildung hatten absoluten Vorrang. Da er nur noch gelegentlich üben konnte, wurden seine Leistungen auch nur noch Mittelmaß. Auf den 1969 in Hannover ausgetragenen Deutschen Meisterschaften schnitten Wengerns Jugendschützen wieder hervorragend ab. Sie wurden Dritter in der Mannschaftswertung.

 

Der Aufschwung:

Gegen Ende der sechziger Jahre zählten die Bogenschützen Wengern 18 Mitglieder. Der ehemalige kleine Schießplatz, in den Ruhrwiesen, hatte schon längst die dringend erforderliche Erweiterung erfahren und es standen nun auf allen Entfernungen genügend Scheiben zur Verfügung. Zur Abgrenzung des Platzes wurden reihenweise Birken angepflanzt, ein angeschlossener Parkplatz angelegt und Sitzbänke errichtet. Ein ausgedienter Autobus wurde käuflich erworben und als Clubhaus ausgebaut. Von seinem überdachten Vorbau aus war das Schießen auch bei Regenwetter möglich. Ein Höhepunkt im Werdegang der Bogenschützenabteilung war zweifellos die Bezirksmeisterschaft "Pfeil und Bogen", im Mai 1973, an der 12 Vereine teilnahmen. Die Ausrichtung erfolgte auf dem Bogenplatz in den Ruhrauen.

Ein schwerer Schicksalsschlag traf die Bogenschützen im Jahre 1974. Das damalige Gussstahlwerk Witten, später Thyssen-Edelstahlwerke, erweiterte sein Werksgelände in Wengern und erwarb hierzu auch den gesamten vorgelagerten Wiesengrund bis hin zum Ruhrufer. Der gesamte Schießplatz wurde zugeschüttet und eine Ausweichmöglichkeit bestand nicht. Die Bogenschützen mussten mit ansehen, wie der so mühsam ausgebaute Platz, das Clubhaus und so vieles mehr, der Planierraupe in kürzester Zeit zum Opfer fiel. Dieses Ereignis drohte die Bogenschützenabteilung auszulöschen. Man gab aber nicht auf und nach langem, zunächst vergeblicher Suche, konnte endlich ein neues Schießgelände ausfindig gemacht werden. Ein ehemaliger Steinbruch ist unser heutiges Schiessgelände. Es ist zweifellos ein großer Verdienst von Henning Schlottmann und Helmut Roschewski, dass es nach langem Ringen gelang, einen Pachtvertrag mit dem Bauern Helmut Backhaus abzuschließen. Am 12.11.1974 wurde der Pachtvertrag unterzeichnet, nachdem am 19.08.1974 ein sicherheitstechnisches Gutachten durch den Sachverständigen Herrn Friedrich Selle angefertigt wurde. Dieses Gutachten war Grundvoraussetzung für den Pachtvertrag.

Nach langem mühevollen Einsatz gelang es, diesen neuen Schießplatz am Sandberg in Betrieb zu nehmen. Nach dieser Odyssee wollen wir hoffen, dass die Bogenschützen endlich ihr Ziel erreicht haben und diesen, landschaftlich so schönen Platz, noch lange nutzen dürfen.

Bereits 1973 hatte sich, was die Raumfrage für das winterliche Trainingsschiessen betraf, eine günstige Lösung in Form der Elbschehalle in Wengern ergeben. Im Winterhalbjahr von Oktober bis April wurde hier jeden Mittwochabend geschossen. Das hat sich bis heute nicht geändert. Der Dank hierfür gebührt der zuständigen Sportabteilung der Stadtverwaltung Wetter, die den Bogenschützen in großzügiger Weise entgegen kam.

 

Abwanderung von Mitgliedern:

Der neue Schießplatz ist zwar landschaftlich einmalig schön gelegen, doch lässt er sich vom Parkplatz an der Straße nur sehr schlecht erreichen. Ein Fußmarsch von gut 500 Metern ist in jedem Fall nötig. Mancher Bogenschütze, der sich eine abendliche Trainingszeit, vor den Turnieren, oft mühsam abringen musste, empfand den beschwerlichen Anmarsch als eine regelrechte Behinderung. Die Folge war dann auch eine nicht aufzuhaltende Austrittsflut von Mitgliedern. Bis zum Ende der Siebziger verlor die Bogenabteilung allein vier Fita-Sternträger. Der Tiefpunkt war 1980 erreicht, als die Bogenabteilung nur noch 12 Mitglieder zählte. Kurz darauf trat die langersehnte Wende ein, an die eigentlich keiner mehr geglaubt hatte.

 

Die Wende:

Eine Trendwende, im gesamten Bogensport, sorgte bei den Bogenschützen Wengern für einen nicht vorhersehbaren Mitgliederzuwachs. Bis Mitte der siebziger Jahre wurde, von den Bogenschützen weltweit, dass streng nach den Fita-Regeln orientierte Scheibenschiessen ausgeübt. Die Hinwendung zu Wald und Flur und die Ablehnung von technisch perfektionierten Schießplätzen, auf denen die Scheiben in Reih und Glied standen, waren die Auslöser für den Trend Richtung Jagd- und Feldschießen. Da bot sich das Gelände der Bogenschützen Wengern regelrecht an. So ließ sich seit Anfang der Achtziger eines stetes Anwachsen der Mitgliedschaften verzeichnen. Dabei wechselten etliche Schützen aus anderen Vereinen mit ungünstigeren Platzverhältnissen zu den Wengeranern. Nun also entgegengesetzt zu den Jahren davor. Da machte der lange Anmarsch nichts mehr aus. Der schöne Platz, mit seinen vielen Möglichkeiten, und die wunderbare Ruhe, waren und sind viel wichtiger. Norbert Prill und Helmut Roschewski, die einige Jagd- und Feldturniere mit Erfolg bestritten hatten, etablierten auch in Wengern das Jagd- und Feldschiessen. Schnell konnten für diese neuen Disziplinen viele Interessenten innerhalb und außerhalb des Vereins begeistert werden.

 

Das erste Laubhüttenturnier:

Im Jahre 1983 richteten die Bogenschützen Wengern ihr erstes Jagdturnier, das "Laubhüttenturnier“ aus. Dieses wurde als Traditionsveranstaltung 12 Jahre in Folge ausgerichtet. Diese Turniere waren immer ein durchschlagender Erfolg. Bis zu 120 Bogenschützen nahmen jedes Jahr an diesen Jagdturnieren teil. Das sogenannte "Laubhütten-Turnier" fand immer am ersten Sonntag im November statt und erfreute Besucher aus dem In- und Ausland. Bereits vor Beginn wurde ein großes Lagerfeuer angezündet, das den ganzen Tag über loderte. Die doch sehr naturverbundenen Jagdschützen fanden dieses sehr romantisch und als eine zweckmäßige Beigabe, einfach toll. Für das leibliche Wohl wurden Wurst und delikate Fleischstücke gegrillt. Brot aus der eigenen Bäckerei Espey und von den Vereinsdamen hergestellte Kuchen und Torten, bereicherten den Speiseplan. Auf diesen Turnieren ist bestimmt kein Teilnehmer oder Besucher erfroren oder verhungert. Die damalige Abteilungsleiterin Hildegard Prill, ihr Nachfolger Frank Heyer sowie der Schriftführer Claus Espey erledigten die Vorbereitungen und Organisation der Turniere mit enormem Einsatz und Bravour. Der gesamte Verein stand immer hinter allen Aktionen, die für einen reibungslosen Ablauf nötig waren.

Nach einigen Turnieren stellte sich heraus, dass die am Hang befestigten Seile, beim Begehen des Parcours eine Gefahr darstellten - eines war bereits gerissen. Kurzerhand wurden zwei lange Leitern mit Geländern gebaut und in den Hang installiert. Wilfried Jeschke stellte Werkzeug, eine Halle und jede Menge technisches Geschick, zum Zusammenbau der einzelnen Elemente, zur Verfügung. Nach der Montage wurden die Leitern per LKW zum Bogenplatz gebracht und dort in einem gemeinsamen Arbeitseinsatz in den Hang montiert.

 

Ab 1996 wurde leider kein Laubhüttenturnier mehr ausgerichtet. Lediglich vereinsinterne Jagdturniere fanden noch statt.

 

Der Spaß kommt dabei nicht zu kurz:

Anfang der achtziger Jahre begannen sich auch bei den Bogenschützen Wengern Langbögen, Jagdbögen und Compoundbögen durchzusetzen. Anfang der neunziger Jahre wurde der Compoundbogen bei Fita-Turnieren zugelassen. Er ist aber leider bis heute noch nicht bei Olympischen Spielen anzutreffen. Dieser technisch raffinierte Bogen zieht immer mehr Interessierte an. Gerade unsere Compoundschützen sind es, die auf Kreis-. Bezirks- und Landesmeisterschaften große Erfolge erzielen. Frank Galeiski, Bernd Kumpmann und Christian Wölk konnten sich bereits für eine Deutsche Meisterschaft qualifizieren. Bernd Kumpmann und Ulrich Kunisch konnten den begehrten Fita-Stern in der Compound-Klasse schießen. Seit der Gründung der Bogenabteilung sind 10 Bogenschützen Träger dieses Sterns. Ein Stern kann nur auf den ausgeschriebenen nationalen bzw. internationalen Stern- Turnieren geschossen werden. Um diese begehrte Trophäe zu erringen, müssen je 36 Pfeile auf 90, 70, 50 und 30 Meter geschossen werden. Der Nationale Stern wird bei Erreichen von 950 Ringen, der Internationale Stern von 1000 Ringen verliehen.

Anzumerken wäre, dass es heute deutlich leichter ist, vorgenannte Ringanzahlen zu erreichen, da das Material, Bogen wie Pfeile immer weiter verbessert wurden. Mit einem Recurvebogen, ohne Stabilisatoren und einem einfachen Visier, 1000 Ringe zu schießen, war eine unglaubliche Leistung. Das Zuggewicht betrug ca. 40 Libs, um die schweren Alupfeile auf 90 m ins Ziel zu schießen. Bereits in den 60iger Jahren gelang es, dass die Recurveschützen Ursula Muthmann, Dieter Muthmann, Hedda Topp, Hermann Topp, Willi Ehlers, Henning Schlottmann sowie Helmut Roschewski den begehrten Stern schossen. Dieter Muthmann, Willi Ehlers und Helmut Roschewski konnten sich über den 1000 Ringe-Stern sowie den 1100 Ringestern freuen.

 

Fortsetzung folgt...